Künstliche Intelligenz direkt im Unternehmensprozess

17.09.2026

Künstliche Intelligenz bringt Unternehmen vor allem dann echten Mehrwert, wenn sie nicht losgelöst von bestehenden Systemen arbeitet, sondern unmittelbar auf relevante Daten, Anwendungen und Prozesse zugreifen kann.

Genau darauf setzen wir bei Cluu.

Wir möchten nicht einfach nur einen weiteren Chatbot anbieten. Stattdessen soll AI genau dort unterstützen, wo sie im Arbeitsalltag einen spürbaren Unterschied macht: beim Auffinden von Informationen, beim Erledigen von Aufgaben, bei der Automatisierung wiederkehrender Abläufe und bei der Arbeit mit komplexen Unternehmenssystemen.

So entwickelt sich AI in Cluu Schritt für Schritt zu einer neuen Bedien- und Automatisierungsebene innerhalb der Plattform.

Vom klassischen Chatbot zum intelligenten Assistenten

Viele AI-Anwendungen folgen einem ähnlichen Muster: Ein Nutzer stellt eine Frage und ein Large Language Model liefert darauf eine Antwort.

Das ist für viele Einsatzbereiche nützlich. In Unternehmensprozessen genügt eine reine Antwort jedoch häufig nicht.

Wer zum Beispiel fragt, welche Aufgaben in einem Projekt noch offen sind, möchte danach vielleicht direkt einen Status ändern, eine neue Aufgabe erstellen oder einen Prozess anstoßen. An diesem Punkt kommt der Cluu Assistant ins Spiel.

Der Assistent arbeitet mit dem Kontext, der in Cluu bereits zur Verfügungsteht. Über natürliche Sprache können Nutzer Informationen abfragen, Funktionen nutzen und Prozesse starten.

Dadurch verändert sich zugleich, wie Menschen mit Business-Software umgehen.

Anstatt sich durch viele Menüs, Anwendungen und Eingabemasken zu klicken, beschreibt der Nutzer einfach, was er erreichen möchte. Einen Teil der dafür nötigen Interaktion übernimmt anschließend die Plattform.

Ziele beschreiben statt Funktionen suchen

Unternehmenssoftware kann sehr leistungsfähig sein und trotzdem kompliziert wirken. Mit wachsendem Funktionsumfang wird daher immer wichtiger, wie leicht Nutzer die vorhandenen Möglichkeiten tatsächlich erreichen können.

AI eröffnet dafür eine zusätzliche Form der Bedienung.

Ein Mitarbeiter könnte zum Beispiel fragen:

„Welche Aufgaben sind in meinem Projekt derzeit noch offen?“

Oder auch:

„Lege für dieses Problem ein neues Issue an und weise es dem zuständigen Team zu.“

Natürliche Sprache wird so zu einer zusätzlichen Benutzeroberfläche. Klassische Oberflächen werden dadurch nicht überflüssig. Tabellen, Dashboards, Formulare und spezialisierte Anwendungen bleiben für viele Aufgaben weiterhin der schnellste und sinnvollste Weg. AI schafft jedoch einen weiteren Zugang: Nutzer müssen nicht jedes Mal wissen, wo sich eine bestimmte Funktion befindet – es reicht, wenn sie beschreiben können, was sie erreichen wollen.

AI im passenden Unternehmenskontext

Ein Sprachmodell kennt von sich aus weder die Organisationnoch deren Projekte, Abläufe oder Datenstrukturen.

Deshalb ist die Einbindung in die Plattform entscheidend.

Cluu führt bestehende Unternehmenssysteme und Datenquellen über eine gemeinsame Daten- und Anwendungsschicht zusammen. Unsere Apps greifen auf diesen Kontext zu – und AI-Funktionen können ihn ebenfalls nutzen.

Genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu einem alleinstehenden Chatbot.
So kann die AI beispielsweise Informationen aus Projekten, Dokumenten oder anderen Anwendungen verwenden, sofern der jeweilige Nutzer die entsprechenden Zugriffsrechte besitzt.

Aus einem allgemeinen Sprachmodell wird damit ein Assistent, der in einem konkreten Unternehmenskontext arbeiten kann.

Der Assistent übernimmt die Rechte des Nutzers

Bei AI im Unternehmensumfeld zählt nicht allein, wie leistungsfähig ein Modell ist.

Mindestens ebenso entscheidend ist die Frage:

Auf welche Informationen darf die AI überhaupt zugreifen?

Aus diesem Grund arbeitet der Cluu Assistant innerhalb des bereits bestehenden Berechtigungsmodells.

Der Assistent bekommt also nicht automatisch Zugriff auf alle Daten der Plattform. Entscheidend sind stattdessen die Berechtigungen des jeweiligen Nutzers.

Kann ein Mitarbeiter bestimmte Informationen nicht einsehen, sind sie auch für den Assistenten dieses Nutzers nicht verfügbar.

AI fügt sich dadurch in die vorhandene Sicherheits- und Berechtigungsstrukturein, statt außerhalb der Plattform eine zusätzliche Zugriffsebene zu schaffen.

Unternehmen wählen ihr AI-Modell selbst

Nicht jedes Unternehmen stellt dieselben Anforderungen an künstliche Intelligenz.

In manchen Anwendungsfällen zählt vor allem die Leistung des Modells. Anderswo stehen Datenschutz, Infrastruktur, Kosten oder regulatorische Vorgaben stärker im Mittelpunkt.

Darum verfolgen wir bei Cluu einen offenen Ansatz.

Abhängig von der jeweiligen Konfiguration lassen sich verschiedene AI-Modelle anbinden. Dazu zählen beispielsweise Modelle über ChatGPT oder Azure OpenAI, aber auch weitere Lösungen.

So können Unternehmen ihre AI-Strategie an die eigenen technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen anpassen.

Diese Flexibilität ist für uns besonders relevant, da sich der Markt fürAI-Modelle rasant verändert. Eine Unternehmensplattform sollte daher langfristig weder an ein einziges Modell noch an einen bestimmten Anbieter gebunden sein.


Eigene Assistenten im Cluu Assistant Studio

Nicht für jede Aufgabe ist derselbe Assistent die beste Wahl.

Projektmanager arbeiten schließlich mit anderen Informationen und Prozessen als Entwickler, Tester oder Mitarbeiter im Qualitätsmanagement.

Über das Cluu Assistant Studio lassen sich deshalb spezialisierte Assistenten erstellen und gezielt konfigurieren.

Dabei können unter anderem Systemanweisungen, Funktionen und der jeweils verfügbare Kontext festgelegt werden. Vorhandene Elemente aus Cluu lassen sich erneut verwenden und die Assistenten direkt mit dem Datenmodell der Plattform verknüpfen.

Auf diese Weise können beispielsweise verschiedene AI-Assistenten entstehen:

Einer unterstützt das Projektmanagement.
Ein anderer hilft bei der Erstellung technischer Dokumentationen.
Ein weiterer unterstützt Prüf- oder Freigabeprozesse.

Unternehmen müssen damit nicht auf einen universellen Assistenten für jede denkbare Aufgabe setzen, sondern können AI gezielt an konkrete Prozesse anpassen.

AI wird fester Bestandteil unserer Apps

AI in Cluu findet nicht ausschließlich in einem zentralen Assistenten statt.

Intelligente Funktionen bauen wir zunehmend direkt dort ein, wo sie innerhalb eines konkreten Arbeitsablaufs tatsächlich hilfreich sind.

Ein Beispiel dafür ist unsere Dokumentenverwaltung. Hier kann AI dabei unterstützen, relevante Informationen über verschiedene Dokumente und Inhalte hinweg schneller aufzuspüren.

Gerade in größeren Organisationen sammelt sich mit der Zeit sehr viel Wissen an. Das eigentliche Problem ist oft nicht ein Mangel an Informationen, sondern die Schwierigkeit, sie genau dann wiederzufinden, wenn sie gebraucht werden.

Eine AI-gestützte Suche kann helfen, solche Informationshürden abzubauen.

Auch bei mehrsprachigen Inhalten kann AI unterstützen. In der Übersetzungsverwaltung lassen sich noch nicht übersetzte Inhalte erkennen und daraus passende Aufgaben erstellen. Teile dieses Ablaufs können anschließend von AI-Assistenten übernommen werden.

Eigene Terminologien und Übersetzungspakete sorgen zusätzlich dafür, dass unternehmensspezifische Begriffe einheitlich verwendet werden.

Der Cluu Co-Driver: AI unmittelbar im Fahrzeugtest

Wie vielseitig sich dieser Ansatz einsetzen lässt, zeigt der Cluu Co-Driver.

Während eines Fahrzeugtests müssen Tester viele Beobachtungen festhalten: etwa Geräusche, Auffälligkeiten, Umgebungsbedingungen oder besondere Ereignisse.

Üblicherweise werden solche Angaben im Anschluss dokumentiert – alternativ übernimmt eine zweite Person das Protokoll.

Beim Cluu Co-Driver gehen wir einen anderen Weg.

Der Tester kann seine Beobachtungen während der Fahrt per Sprache festhalten. Danach lassen sich die Angaben strukturieren und mit den bereits vorhandenen Testdaten verknüpfen.

So kann sich der Fahrer stärker auf die eigentliche Testaufgabe konzentrieren.

AI erleichtert damit nicht nur die Arbeit mit Software am Schreibtisch, sondern kann auch direkt in reale operative Abläufe eingebunden werden.

Darüber hinaus eröffnen sich weitere Möglichkeiten entlang des gesamtenTestprozesses – angefangen bei der Vorbereitung über die Dokumentation bis hinzur Auswertung von Ergebnissen und dem Issue Tracking.

Weshalb die Datenbasis so wichtig ist

Wenn über AI gesprochen wird, dreht sich vieles um die Frage, welches Sprachmodell zum Einsatz kommt.

Für Unternehmensanwendungen halten wir jedoch eine andere Frage für mindestens ebenso relevant:

Auf welcher Daten- und Prozessbasis arbeitet die AI?

Selbst ein sehr leistungsfähiges Modell kann nur begrenzt helfen, wenn Unternehmensinformationen auf zahlreiche Datensilos verteilt sind oder der Assistent nicht auf die benötigten Prozesse zugreifen kann.

An dieser Stelle wird die Architektur von Cluu besonders wichtig.

Die Plattform bringt Daten, Anwendungen und Prozesse zusammen. Auf dieser Grundlage kann AI die Verbindung zwischen dem Nutzer und den Unternehmenssystemen herstellen.

Der Nutzer beschreibt, was er erreichen möchte.

Cluu liefert den passenden Kontext.

Der Assistent nutzt die verfügbaren Funktionen.

Anschließend kann der Prozess innerhalb derselben Plattform weitergeführt werden.
Darin sehen wir einen entscheidenden Unterschied zwischen einem AI-Chatbot und echter Enterprise AI.

AI soll Arbeit leichter machen – nicht neue Arbeitschaffen

Wir wollen AI nicht allein deshalb in möglichst viele Funktionen integrieren, weil es technisch möglich ist.

Sinnvoll wird AI für uns dann, wenn sie einen konkreten Arbeitsschritt vereinfacht.

Das kann heißen, benötigte Informationen schneller aufzuspüren.
Es kann auch bedeuten, einen komplexen Ablauf über natürliche Sprache anzustoßen.

Oder AI reduziert den Dokumentationsaufwand, während ein Mitarbeiter sich weiterhin auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren kann.

Ein Punkt bleibt dabei zentral: Unternehmensprozesse brauchen Kontrolle.

Berechtigungen, nachvollziehbare Aktionen und eindeutig definierte Handlungsmöglichkeiten sind für eine AI-Lösung deshalb genauso relevant wie das eingesetzte Sprachmodell.

Von der klassischen Softwarebedienung zur zielorientierten Interaktion

Langfristig könnte AI eine grundlegende Annahme klassischer Unternehmenssoftware verändern.

Bisher müssen Nutzer häufig erst verstehen, wie eine Software funktioniert, bevor sie damit ein bestimmtes Ziel erreichen können.

Mit AI lässt sich dieses Verhältnis zumindest teilweise umdrehen.

Der Nutzer nennt sein Ziel – und die Software hilft ihm dabei, einen geeigneten Weg dorthin zu finden.

Diese Entwicklung treiben wir mit Cluu voran.

Für uns ist AI kein eigenständiges Produkt, das neben der Plattform steht. Vielmehr verstehen wir sie zunehmend als intelligente Bedien-, Such- und Automatisierungsschicht über Daten, Apps und Prozessen.

Unser Ziel lässt sich dabei einfach zusammenfassen:

Unternehmenssoftware soll sich stärker nach der Aufgabe des Menschen richten - statt dass sich der Mensch an die Struktur der Software anpassen muss.

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Test Assistant (CTA)
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